„Ich bin 50, ist es dafür nicht schon zu spät?“ Dieser Gedanke schleicht sich bei vielen ein, sobald eine berufliche Veränderung Thema wird. Als wäre ein bestimmtes Alter eine Deadline, nach der man sich mit dem Erreichten zufriedengeben muss.
Kurz gesagt: „Zu alt“ ist kein Fakt, sondern ein übernommener Glaubenssatz. Gerade in der Lebensmitte bringst du Erfahrung, Intuition und Klarheit mit, die dir mit 25 noch fehlten, und die dir jetzt sogar helfen können, schneller neu auszurichten.
Woher dieser Glaubenssatz kommt
Er fühlt sich oft wie eine Tatsache an, ist aber vor allem eines: ein Glaubenssatz, den wir irgendwann übernommen haben, vielleicht aus dem Umfeld, vielleicht aus der eigenen Angst heraus. Er verschweigt dabei etwas Wichtiges: Gerade in der Lebensmitte bringst du Voraussetzungen mit, die dir mit 25 schlicht noch fehlten.
Deine Superpower der Lebensmitte
Jahrzehnte an Lebenserfahrung geben dir ein Gespür dafür, was wirklich zählt und was nur Lärm ist. Deine Intuition ist gewachsen, du erkennst Muster schneller, auch in dir selbst. Darüber hinaus ist dein Blick für das Wesentliche geschärft, du verschwendest keine Energie mehr an Dinge, die dir nicht entsprechen.
Das sind keine Nachteile eines fortgeschrittenen Alters, das sind Werkzeuge, die dir jetzt zur Verfügung stehen, und die dir bei einer Neuausrichtung sogar helfen können, schneller und klarer voranzukommen als früher.
Selbstzweifel loslassen, Erfahrung nutzen
Der erste Schritt ist, den „zu alt“-Glaubenssatz überhaupt als solchen zu erkennen, statt ihn für die Wahrheit zu halten. Der zweite Schritt: deine bisherigen Erfahrungen, auch die schwierigen, als Fundament zu betrachten, auf dem du jetzt neu bauen kannst.
Du musst nicht bei null anfangen. Du fängst mit allem an, was du bereits mitbringst.
Wenn du bereit bist für deinen ersten Schritt, begleite ich dich gerne dabei.
Eine kleine Übung für zwischendurch
Mach dir deine eigene Erfahrung sichtbar, statt sie zu unterschätzen:
- Schreib fünf Dinge auf, die du heute besser kannst als mit 25, egal ob fachlich oder menschlich.
- Notiere eine schwierige Situation, die du früher nicht gemeistert hättest, heute aber schon.
- Lies dir beide Listen laut vor und beobachte, was das mit deinem „zu alt“-Gedanken macht.
- Von wem oder wo hast du den Gedanken „dafür ist es zu spät“ ursprünglich übernommen?
- Welche Erfahrung aus den letzten Jahrzehnten würdest du heute nicht mehr missen wollen?
- Was würdest du einer 25-Jährigen raten, die vor deiner heutigen Entscheidung steht?
- Woran, ausser dem Alter, machst du deinen Selbstzweifel eigentlich fest?
- Was wäre der kleinstmögliche erste Schritt in Richtung Neuausrichtung?
Fragen zum Weiterdenken
Weiterlesen
Im Blog findest du weitere Beiträge zu Bestimmung, Coaching, Human Design, ätherischen Ölen und den Rauhnächten.
Atemkompass (kostenfrei): Eine kurze Übung für Momente, in denen alles zu viel wird. Atemkompass holen →

