Baum im Abendlicht

Vom Glaubenssatz zur Freiheit: Wie alte Prägungen dein Jetzt beeinflussen

Sätze wie „Ich muss hart kämpfen“ oder „Ich bin allein damit“ fühlen sich oft wie Tatsachen an, dabei sind es meistens Prägungen aus einer viel früheren Situation, die sich damals in dein Nervensystem eingeschrieben haben.

Das Tückische daran: Der ursprüngliche Auslöser ist oft längst vergessen, die Wirkung aber bleibt, im Beruf, in Beziehungen, im Alltag. Im Coaching schauen wir gemeinsam, welcher Glaubenssatz gerade wirklich am Steuer sitzt, und lösen die Emotion, die ihn festhält.

Kurz gesagt: Glaubenssaetze wie „Ich muss hart kaempfen“ fuehlen sich wie Wahrheiten an, sind aber meist alte Praegungen. Sobald du erkennst, welcher Satz gerade wirklich steuert, und die Emotion dahinter loest, verliert der Satz seine Macht, ohne dass du ihn dir aktiv „ausreden“ musst.

Wie ein Glaubenssatz entsteht

Meistens entsteht ein solcher Satz in einem einzigen, oft unscheinbaren Moment: eine Situation, in der du dich hilflos, uebersehen oder ueberfordert gefuehlt hast. Dein Nervensystem zieht daraus in Sekundenbruchteilen eine Schlussfolgerung, damit du in Zukunft besser vorbereitet bist. Das Problem: Diese Schlussfolgerung bleibt oft bestehen, lange nachdem die urspruengliche Situation laengst vorbei ist, und faerbt von da an viele andere Lebensbereiche mit ein.

Warum reines Umdenken selten reicht

Viele versuchen, einen solchen Satz mit positivem Denken zu ueberschreiben. Das funktioniert selten dauerhaft, weil der alte Satz nicht im Verstand sitzt, sondern in der Emotion, die ihn festhaelt. Wie sich das im Koerper zeigt und wie man dort ansetzt, beschreibe ich in diesem Beitrag: Warum Reden allein oft nicht reicht →.

Eine kleine Uebung fuer zwischendurch

Du kannst schon jetzt anfangen, deine eigenen Glaubenssaetze zu entdecken:

  1. Vervollstaendige den Satz „Ich muss immer …“ spontan, ohne lange nachzudenken.
  2. Schreib auf, was dir als Erstes einfaellt, auch wenn es dir zu simpel oder uebertrieben vorkommt.
  3. Frag dich: In welchen Lebensbereichen taucht dieser Satz ueberall auf?
  4. Beobachte einfach nur, ohne den Satz sofort veraendern zu wollen.
  5. Fragen zum Weiterdenken

    • Welcher Satz ueber dich selbst begleitet dich schon, seit du denken kannst?
    • Kannst du dich an eine Situation erinnern, in der dieser Satz zum ersten Mal entstanden sein koennte?
    • In welchen Bereichen deines Lebens meldet sich dieser Satz besonders oft?
    • Was wuerde sich fuer dich aendern, wenn dieser Satz einfach nicht mehr gelten wuerde?
    • Wem in deinem Leben wuerdest du diesen Satz niemals sagen, den du dir selbst staendig sagst?
    • Was haettest du frueher gebraucht, damit dieser Satz gar nicht erst entsteht?
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      Im Blog findest du weitere Beiträge zu Bestimmung, Coaching, Human Design, ätherischen Ölen und den Rauhnächten.

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